music projects
beatstomper
rhythmus- und performanceprojekt für sozial benachteiligte jugendliche
Trommeln was das Zeug hält, auf allem, was sich dafür anbietet: Fässer, Schilder, alte Motorhauben und andere Schrotteile. Die BEATSTOMPER sind eine Gruppe von Jugendlichen im Alter zwischen 11 und 17 Jahren, die sonst kaum Gelegenheit hatten, ein Interesse an aktivem Musizieren zu entwickeln. Alle Jugendlichen wohnen im ‘guterhirte e.V.’, einem Zentrum für Kinder-, Jugend- und Familienhilfe.
Angeleitet vom Ulmer Musiker und Percussionist Friedrich Glorian übten sie von März bis Juli 2009 regelmäßig auf ihren ungewöhnlichen Percussions-Instrumenten und probten für gemeinsame öffentliche Auftritte. BEATSTOMPER wird in Ulm und in Konstanz von der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Baden-Württemberg (LKJ) modellhaft erprobt.
Gefördert wurd das integrative Kulturprojekt in der ersten Phase (März - Juli 2009) vom Ministerium für Arbeit und Soziales Baden-Württemberg. Die konzeptionellen Grundlagen stammen von Dierk Zaiser, Professor für Rhythmik / Music & Movement an der staatlichen Hochschule für Musik Trossingen, der das Projekt auch wissenschaftlich begleitet.
Im Modellprojekt BEATSTOMPER wird die Förderung von sozialen und künstlerischen Kompetenzen auf kreative Art und Weise verbunden und integriert. Rhythmus steht dabei im Mittelpunkt. Unter Anleitung von professionellen Musikern wird den Jugendlichen die Möglichkeit geboten, zu zeigen, dass sie Rhythmus im Blut haben und sich kreativ 'austoben' und ausdrücken können.
Durch die nonkonformistische, provokative Verwendung von Alltags-materialien als Percussions-Instrumente lässt sich im Zusammenwirken mit dem dynamischen Potential von Rhythmus ein hohes Maß an Aktivierung und Motivation der Jugendlichen erreichen. Musikalisch ermöglicht die Konzentration auf rhythmische Strukturen relativ rasch hörbare Erfolge und vorzeigbare Ergebnisse in der ästhetischen Dimension.
Die Probenarbeit mündet bei BEATSTOMPER in Auftritte und Perfor-mances, die öffentliche Präsenz herstellen. Sie schaffen für die Jugendlichen Erlebnisqualitäten jenseits bestehender Verhaltensweisen und tragen zu einer Steigerung des Selbstwertgefühls, des Selbst-bewusstseins und der Selbstwirksamkeit bei.
Der Prozess des regelmäßigen gemeinsamen Probens für den öffent-lichen Auftritt fördert und fordert gleichzeitig soziale Kompetenzen, die auch in Alltags-Situationen außerhalb des Projektes wirksam sind. Unterschiedliche Persönlichkeiten mit verschiedenen Fähigkeiten und Gefühlswelten treffen aufeinander, lernen sich zu respektieren und können nur dadurch auf Dauer zusammenarbeiten und zusammen-spielen. So wächst Respekt, Verlässlichkeit, Empathie und Selbst-bewusstsein.
video: sheela raj
bisherige Auftritte
04 juli ulm soroptimisten
12 juli ulm guter hirte
12 juli schelklingen marktplatz
18 juli ermingen harley club
20 juli ulm friedrichsau
25 juli ulmafrik festival
26 juli ulm saisonabschluss tennisabteilung ssv ulm
29 juli ulm school is out
19 sept ulm einstein marathon